Beim Scheibeneinbau die Dichtung nicht mit Seife, Spülmittel und Co. schmieren, die lösen die Oberflächenspannung des Wassers auf und schaffen so ideale Bedingungen für ein erneutes Eindringen von Regenwasser -> bald wieder Rost.
Besser: Hohlraumwachs aus der Sprühdose. In die Rinne der Dichtung sprühen, ebenso auf den Scheibenrahmen der Karosse. Anschließend die Dichtung auf der Innenraumseite außen mit einem mit dem Wachs eingesprühten Tuch einreiben. Das Zeug braucht etwas, bis es festere Konsistenz annimmt. Bis dahin hast Du die Scheibe längst supergut geschmiert eingebaut und das Wachs verhindert unter der Dichtung das Eindringen von Wasser in evtl. winzige Zwischenräume.
Anmerkung zum Thema Fenster aus- und einbauen: Empfindlich sind nur Verbundglas-Scheiben (normalerweise die Windschutzscheibe) und die Kunststoff-Isolier-Fenster. Sekurit (früher üblich bei Windschutzscheiben, bis heute Standard bei Seiten- und Heckscheiben) ist absolut unempfindlich auf Verwinden und Verbiegen, Sekuritscheiben können also völlig problemlos herausgetreten werden (nur darauf achten, dass man keine Fremdkörper in der Schuhsohle hat!).
Beschreibung 1
Aus-/Einbau mit grundsätzlich 2 Leuten (und ggf. weitere zum ständigen Anfeuern und Lästern )
Von innen sanft, aber beherzt oben gegen die Scheiben drücken, am besten etwas in der Ecke und mit dem Handballen, keinesfalls etwas Hartes oder Spitzes nehmen. Ruhig einfach mal probieren, wenn die erste Scheibe halb draußen ist, wirst Du wissen, dass sich eine Autoscheibe sehr wohl etwas biegen lässt. Wie gesagt, oben anfangen, damit die Scheibe im unteren Falz stehen bleibt, der Helfer kann dann die Scheibe außen in Empfang nehmen. Bei meinem Komplettausbau meiner Scheiben hat das Abstellen der Scheiben länger gedauert als das Lösen von innen. Also keine Angst.
Zum Einbau erst die Dichtung wieder komplett um die Scheibe legen. Dann einen Zugdraht in die äußere Nut der Dichtung legen, die beiden Enden überlappend unten mittig an der Scheibe enden lassen. Die ganze Nut mit einem Schmiermittel einjauchen. Der Helfer möchte dann die Scheibe von außen passend in die Fensteröffnung legen und festhalten, aber nicht andrücken. Jetzt von innen den Zugdraht nach innen ziehen und aufpassen, dass man das andere Ende nicht durch die Nut rauszieht. Wenn es so läuft wie es soll, legt sich die Dichtung beim Ziehen des Zugdrahtes nach innen in die Fensteröffnung - fertig.
Als Zugdraht hab ich schonmal ein dünnes Kabel oder ein Strohband genommen, ging auch prima. Hauptsache reißfest.
Beschreibung 2
Es gibt Situationen, die es erfordern, dass Fenster ausgebaut und später auch wieder eingebaut werden müssen. Lackieren, entrosten, Schweißen und Dichtungen tauschen wären z.B. solche Fälle.
Werkzeuge:
Ein Seil (Wäscheleinenstärke), das um ca. 100 cm länger ist als der Umfang des Fensters,
Schmiermittel,
eine(n) Helfer(in),
Stanleymesser,
Putztuch.
Der Ausbau:
Wenn die Fensterdichtung noch in Ordnung ist, und man diese wiederverwenden will, dann muss man versuchen, das Fenster mit Kraft nach außen zu drücken. dazu eignen sich besonders gut die eigenen Beine, da man gezielt mehr oder weniger Druck ausüben und den Druck gleichmäßig über das Fenster verteilen kann. Die Schuhe sollten eine glatte, gummierte Sohle haben. Man setzt sich beispielsweise auf einen vorderen Sitz, setzt beide Füße an der Scheibe an und beginnt gleichmäßig die Scheibe nach außen zu drücken. Die Innendichtung im Auge behalten, denn an ihr erkennt man, wo die Scheibe sich zu lösen beginnt. Von diesem Punkt aus drückt man die Scheibe rundherum nach und nach hinaus. Die Scheibe löst sich meistens mit der Dichtung aus dem Rahmen. Auf keinen Fall mit einem Schraubenzieher oder ähnlichem nachhelfen!
Vorsicht: Immer lange Hosen anziehen, da sonst Verletzungsgefahr an den Waden durch Scheuern am Fensterrahmen besteht, wenn die Scheibe plötzlich herausfällt!
Ein Helfer ist erforderlich, da die Scheibe sehr schnell heraushüpfen kann, und dabei die Gefahr besteht, dass diese auf dem Boden zu Bruch geht. Der Helfer sollte unbedingt eine Schutzbrilletragen, da das Fenster bei zu großem Druck regelrecht explodieren kann. Wenn die Fensterdichtung nicht mehr in Ordnung ist, dann kann sie mit einem Stanleymesser vorsichtig ganz knapp am Fenster aufgeschnitten werden. Jetzt müsste das Fenster ganz leicht rauszudrücken sein.
Der Einbau:
Vor dem Einbau sollte das Fenster, die Dichtung und der Rahmen ordentlich geputzt, entrostet etc. werden.
In schon gebrauchten Dichtungen befinden sich oft Schmutz und Rostreste, die dazu führen, dass das Fenster von Anfang an undicht ist.
Zuerst sollte das Seil mit Schmiermittel eingeschmiert werden. Am Besten nimmt man das Schmiermittel in die Faust und zieht das Seil langsam hindurch. Nun die Dichtung auf das Fenster stecken und auf richtige Einbauweise achten (Auf dem Fensterglas ist die Aufschrift "Sekurit" von außen richtig zu lesen). Nun das Seil in die innere Rille der Dichtung einlegen, wobei es egal ist, wo sich die Enden kreuzen, jedenfalls aber oben oder unten, nicht auf einer Seite. Es müssen die Enden des Seiles gleichweit über Kreuz heraushängen.
Nun drückt der Helfer von außen mit mäßigem Druck an die Stelle, an der sich die Enden des Seils kreuzen. Derjenige, der innen ist, zieht nun vorsichtig, immer die Dichtung beobachtend, ein Seilende in eine Richtung aus der Rille heraus, so dass sich die Innenlippe über den Innenrahmen stülpt. Der Helfer drückt immer an der Stelle nach, wo das Seil gerade aus der Rille gezogen wird. Das Einziehen ist Gefühlssache. Der Druck von außen muss mal fester und mal weniger fest sein, so dass die Lippe nicht eingequetscht und dann durch das Seil eingerissen wird. Wo und wie stark von außen gedrückt werden muss, sagt der Innere dem Äußeren. Wenn die innere Lippe den Scheibenrahmen komplett umfasst, klopft man mit der Faust von außen rundherum auf die Scheibe, damit diese satt im Rahmen sitzt (Bitte, gefühlvoll!).
Windschutzscheibe
Beim Ausbau die Dichtung immer zerschneiden und die Scheibe VORSICHTIG rausnehmen. Sind verdammt empfindlich, die Dinger, und kosten weitaus mehr als die leider auch teure Dichtung.
Ausbau: es kommt ganz drauf an ob Du ein neues Gummi hast oder das alte benutzen willst. Von letzterem rate ich ab, da es meistens schief geht es seiden Du opferst die Scheibe (da sie eh schon ein Riss hat).
Ansonsten schneidest die Lippe des Gummis die von außen die Scheibe hält einfach ab und drückst die Scheibe dann raus.
Aber denk immer dran die Scheibe nie einseitig belasten oder gar versuchen sie von einer Ecke aus rauszuhebeln.
Wenn Du beides behalten willst - ich habe es noch nie ausprobiert- musst Du die Scheibe von innen herausdrücken aber immer großflächig, da die Scheibe sich nie verziehen lässt - eher springt sie - und dann vorsichtig versuchen, die innere Lippe über die Blechfalz zu drücken (das weiß ich aber nur aus der Theorie!).
Einbau: Fensterrahmen mit Vaseline einreiben, Gummi des Fensters evtl. auch, Paketschnur oder Wäscheleine etc. rundum in das Fenstergummi legen, zweiter Mann/Frau hält bzw. drückt das Fenster/Fenstergummi gefühlvoll von außen in den Fensterrahmen, während Du innen die Schnur schräg herausziehst und damit die Gummilippe über die Blechkante des Fensterrahmens ziehst. geht wirklich leicht, aber vorsieht mit Gefühl am Gummi drücken, möglichst nicht am Fenster, keine Gewalt anwenden, sonst droht Bruch.
kannst Du alles selber machen, schaue Dir an, wie die anderen Fenster eingesetzt sind, dann siehst Du auch die Gummilippe und die Blechkante, wenn Du das Fenstergummi hochstülpst.
Wenn noch die erste Dichtung drin ist, würde ich sie erneuern. In diesem Alter ist sie meist verhärtet und lässt Wasser durch. Dann solltest Du die Dichtung aufschneiden und so die Scheibe gefahrlos ausbauen.
Wenn Du die Dichtung trotzdem verwenden möchtest, dann löse sie rundum mit der Hand (die Dichtung haftet fast immer am Blech, wie angeklebt).
Und nun brauchst Du viel Kleingeld : Mit Münzen die Dichtung innen rundum *aufstellen* und vorsichtig rausdrücken. Außen muß natürlich jemand die Scheibe halten.
Falls vorhanden allen Rost im Fensterrahmen entfernen und gut lackieren. Dann den Fensterrahmen und die Dichtlippe mit Hohlraumschutz einpinseln. Dieser Film schmiert dann gleich beim Einbau. Ich würde von der Empfehlung, Flüssigseife oder Spülmittel als Gleitmittel zu verwenden, abraten, denn mit diesen Mitteln ist der nächste Wassereinbruch vorprogrammiert.
Die alte Dichtung (ich rate Dir, unbedingt eine neue zu kaufen, kostet bei VW rund 25,- €) gut reinigen und mit Gummipfleger, Vaseline o.ä. behandeln. Falls Du den Caravelle CL, GL oder Carat Ausführung hast, ist meist auch die Chromleiste verblaßt und kann nun auch gleich erneuert werden.
Anschließend einen isolierten Kupferlitzendraht (zwischen 1 und 2 mm²) oder eine Wäscheleine überlappend (Überlappung unten) in die Nut der Dichtlippe legen.
Scheibe in den Rahmen legen.
Nun gehst Du in den Wagen und ziehst vorsichtig den Draht heraus.
Ein Helfer klopft von außen auf die Scheibe und folgt dem Draht.
In zwei Minuten ist der Einbau erledigt.
Dann noch die Dichtung händisch nachdrücken (eventuell Scheibe nachzentrieren) und fertig.
Der Ausbau des Innenspiegels ist sehr hilfreich. Dieser wird einfach mit einer leichten Drehbewegung herausgehebelt.
Ich habe kürzlich die Scheibe ausgebaut und eine neue Scheibe mit neuer Dichtung eingesetzt. Unter der Dichtung war kein Rost, nur Dichtmassereste, die ich entfernt habe. Die ganze Aktion hat etwa eine Stunde gedauert. Die Entfernung der Dichtmassereste hat am längsten gedauert.
Stichwort Dichtmasse: wenn Du eine neue Dichtung nimmst, dann ohne Dichtmasse einsetzen. Bei einer alten Dichtung scheiden sich die Geister, ob man mit oder ohne Dichtmasse arbeiten soll. Ich nehme auch hier keine.
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen